Vorsorge bei Herz- und Gefäßerkrankungen

Duplex der A. carotisKardiovaskuläre Erkrankungen sind weiterhin die häufigste Todesursache in den industrialisierten Ländern. In Deutschland sind im Jahr etwa 30% aller Sterbefälle auf die chronische ischämische Herzkrankheit und auf den akuten Myokardinfarkt und etwa 5 Prozent auf den Schlaganfall zurückzuführen.
Außerdem sind kardiovaskuläre Erkrankungen häufig Ursache von Invalidität, und
sie sind mit einem hohen Leidensdruck für die Patienten verbunden.

In unsere Praxis gibt es die Möglichkeit durch folgende diagnostische
Maßnahmen das eigene Gefäßrisiko genauer beurteilen zu können.

1. Messung der Intima-Media-Dicke

Ihr Nutzen:

DuplexgerätMit der Messung der Intima-Media-Dicke können schnell und unkompliziert
Veränderungen der Gefäße festgestellt werden.
Der rechtzeitige Nachweis atherosklerotischer Gefäßveränderungen ermöglicht den Einsatz vorbeugender Maßnahmen zur Verhinderung von Folgeerkrankungen der Atherosklerose wie beispielsweise Myokardinfarkt (Herzinfarkt) und Apoplex (Schlaganfall)

Die Intima und Media bezeichnen die innere und mittlere Schicht der Gefäßwand
einer Arterie. Bei jungen gefäßgesunden Personen liegt die Dicke dieser beiden
Schichten bei 0,5 -0,7 mm. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Dicke dieser
Schicht etwa alle zehn Jahre um weitere 0,1 mm zu.

Das Verfahren:

Die Messung der Intima-Media-Dicke erfolgt mit der Hilfe einer hochauflösenden
Sonographie (Ultraschall). Dabei wird durch Ultraschallwellen, die an den
verschiedenen Strukturen des Körpers unterschiedlich reflektiert werden die
Halsschlagader (Arteria carotis communis) dargestellt.

Die Messung der Intima-Media-Dicke ist schnell, einfach und schmerzfrei durch
den erfahrenen Arzt durchführbar. Sie bedarf keiner speziellen Vor- und/oder
Nachbereitung.

Die Untersuchung wird empfohlen beziehungsweise ist erforderlich bei folgenden
Gesundheitsrisiken beziehungsweise Erkrankungen:

    Adipositas (Übergewicht)
    Rauchen
    Diabetes mellitus
    Hypercholesterinämie (Fettstoffwechselstörung) Hypertonie (Bluthochdruck)
    Periphere arterielle Verschlusskrankheit (aVK) Familiärer Vorbelastung

 

2. Messung des Knöchel-Arm-Index

Der Knöchel-Arm-Index wird durch Blutdruckmessung und Dopplersonographie ermittelt. Auch die Ermittlung des Knöchel-Arm-Indexes erfolgt zur Abschätzung des gesamten Gefäßrisikos.

Durchführung:

Dazu wird nacheinander eine Blutdruckmanschette weit unten an beiden
Unterschenkeln und an beiden Oberarmen angelegt und der Blutdruck gemessen.

Auswertung:

Der Knöchel-Arm-Index ist der Quotient aus den am Unterschenkel und am Oberarm
gemessenen systolischen Blutdrücken (RR systolisch Knöchel/RR systolisch Arm).
Ein Quotient von 0,9 bis 1,2 gilt als normal. Je kleiner der Quotient wird,
desto größer ist das Ausmaß der Durchblutungsstörung.

 


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